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Neuapostolische Kirche --- was ist das ?

Ein NAK-Aussteiger hat aufwendig recherchiert und will über diese "kirchliche Sondergemeinschaft" aufklären:

Die  Neuapostolische Kirche (NAK), was ist das? 

Die Recherchen eines Aussteigers

 

1.) Allgemeine Informationen zur NAK:

 

Die neuapostolische Kirche, kurz NAK genannt, ist in Deutschland die viertgrößte christliche Konfessions-Gemeinschaft. In Deutschland belaufen sich die Mitgliederzahlen auf ca. 360.000 Gläubige auf ca. 2300 Gemeinden verteilt. Diese Zahlen sind sehr schwankend und in Deutschland einerseits durch den demographischen Wandel und andererseits durch viele Gemeindeschließungen bzw./und/oder Zusammenlegungen andererseits, in dieser Größenordnung, rückläufig. Weltweit jedoch nehmen die Mitgliederzahlen durch gute Missionsarbeit zu, insbesondere auf den afrikanischen Kontinent. Der zwischenzeitliche Boom von Mitgliederzuwächsen in den ehemaligen Ostblockstaaten ist  jedoch rückläufig. Insgesamt belaufen sich die Schätzungen auf 10,5 Millionen Gläubige weltweit. 

Die NAK ist eine "christliche" Kirche, die insbesondere aus der englischen Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert (Albury 1830 u.ff.) aus mehreren Abspaltungen hervorgegangen ist. 

Zunächst jedoch Begriffliches:

Das Wort: "Sekte" ist keinesfalls ein Schimpfwort, aber in der Gesellschaft derart negativ besetzt, das Kritik hier durchaus nachzuvollziehen ist.
Bei dem Wort: "Sekte" geht es nicht um Beschimpfung oder Unsachlichkeit, sondern ganz im Gegenteil: um eine Abarbeitung von sog. Fragekatalogen, die theologisch-wissenschaftlich zu dieser Fragestellung von kompetenten Religionswissenschaftlern erarbeitet worden sind. Bestes Beispiel ist hier die Psychologin Margaret Thaler-Singer mit ihrer Ausarbeitung zum Thema "Sekten" im Bezug auf das sog.: "pacing und leading" (Quelle: readers edition online)

 

Ist die Neuapostolische Kirche eine Sekte?

Auf jeden Fall ! Schon Wilfried Plock sagt in seinem Buch : „Jesus ist der Weg“ (im CLV Verlag erschienen) woran man eine Sekte erkennen kann:

 

„1.) Neben der Bibel haben sie immer noch zusätzliche Offenbarungen.“

(Anmerkung des Homepage-Verantwortlichen: Im Falle der NAK ist es z.B. das Entschlafenenwesen u.v.A.)

 

„2.) Neben Jesus Christus haben sie immer noch andere Heilsgestalten.“

(Anmerkung des Homepage-Verantwortlichen: im Falle der NAK ist es das Apostelamt)

 

„3.)Neben ihnen jedoch ist und hat niemand Recht ("nur in ihrer Organisation kann man in den Himmel kommen").

(Anmerkung des Homepage-Verantwortlichen: Heilsexklusivität durch die eigene Apostolizität)

 

 

Die neuapostolische Kirche hat eine streng hierarchisch gegliederte Struktur und kennt folgende Kirchenämter:

 

Diakon, Priester,  Bischoff, Apostel und Stammapostel, als Führer und letzte Instanz dieser Kirche.

Diese Kirchenämter sind ohne Ausnahme Laienämter. Eine theologische Ausbildung oder sogar eine seelsorgerliche Ausbildung ist nicht vorhanden. Ab dem Bischoffsamt wird das Amt hauptamtlich ausgeführt, das heißt, dass der Amtsinhaber faktisch Gehalt von der NAK bezieht.  

 

Die NAK glaubt, an das „wieder aufgerichtete Apostelamt“ hier auf Erden und begreift es, im Zusammenspiel mit der zweiten Ausgießung des Heiligen Geistes, als unmittelbare Fortsetzung des urchristlichen Apostelamtes.

Der Führer dieser Kirche bezeichnet sich als Stammapostel und identifiziert sich im Amtsverständnis, analog des katholischen Papstes, als das sog. „Petrusamt“.

 

Die neuapostolischen Christen glauben an die Wiederkunft Christi und sind bestrebt an der ersten Auferstehung („Die 144.000….oder Die Erstlinge“) teilzuhaben.

 

Durch die Übertonung des Kirchenamtes, hier insbesondere der Apostel, einerseits und durch die Übertonung des apokalyptischen Welten-Endes (eschatologische Auslegung der NAK) andererseits, kann diese Kirche als Amts- und Endzeitkirche bezeichnet werden. 

 

Die NAK kennt drei Sakramente:

 

A) die heilige Wassertaufe

B) die heilige Versiegelung

C) das heilige Abendmahl. 

 

zu A) :

 

Die heilige Wassertaufe wird bei der NAK als Säuglingstaufe ausgeführt, wobei während der Handlung lediglich das Köpfchen mit Wasser benetzt wird. Diese Handlung symbolisiert zum einen den Bund „Eines guten Gewissens mit Gott“ und zum anderen den Auftrag an die Eltern, das Kind bis zur eigenen Konfirmation, im neuapostolischen Sinne christlich zu erziehen, sozusagen in stellvertretender Verantwortung. Diese Taufe hat noch nicht einmal die Wirkung, dass mit der vollzogenen Handlung der Täufling zum Gotteskind wird. Dazu ist  unbedingt zusätzlich die Heilige Versiegelung notwendig.  

 

zu B) :

 

Die Heilige Versiegelung ist die Spendung des Heiligen Geistes durch Handauflegung und Gebet eines „lebendigen“(geistig gesehen) Apostels  

 

zu C):

 

Das heilige Abendmahl ist als sog. zweigliedriges Abendmahl zu verstehen, in dem es einerseits die Sündenvergebung und andererseits das Gedächtnismahl beinhaltet. Die Sündenvergebung ist ausschließlich an das Apostelamt gebunden und wird jedoch „auftragsmäßig“ in die sog. „Amtsschale“ „hinein gegeben“  bis hinunter zum priesterlichen Amt  delegiert. Nach dem die gesamte Gemeinde das „Vater Unser“ gebetet hat erfolgt zentral vom Gottesdienstleitenden die Freisprache von den Sünden im Auftrage seines Apostels. Im Anschluss daran geben die Ämter, die sich in den Abendmahlskelchen befindlichen Hostien mit der Wortformel: „Das Leib und das Blut Jesu Christi für Dich gegeben.“ an den einzelnen Gläubigen weiter. Damit ist die Handlung abgeschlossen. Die Hostie symbolisiert mit den 3 Blutstropfen zum einen die Trinität Gottes (Vater, Sohn und Heiliger Geist) und zum anderen  das vergossene Blut Jesu. 

Die NAK praktiziert das sog. Entschlafenenwesen, in der ich in der entsprechenden Rubrik genauer eingehen werde. 

Die NAK sieht sich als allein  „richtige“ Kirche an,  die nur allein über den „richtigen“ Heiligen Geist verfügt. Damit grenzt sich die NAK von allen anderen Kirchengemeinschaften deutlich ab und bezieht damit eine eindeutige Stellung von Exklusivität. Nur treue neuapostolische Christen können der sog. „Ersten Auferstehung“ („Die 144.000 bzw. Die Erstlinge“)  teilhaftig werden. 

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2.) Historie :

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Die NAK hat ihre Wurzeln in der englischen Erweckungsbewegung im 19.Jahrhundert in Albury, nahe London und deren Apostelkreis, die die katholisch apostolischen Gemeinden gründeten. Erst aus verschiedenen Abspaltungen  heraus entstand später die NAK.  

Henry Drummond, ein späterer Apostel der katholisch apostolischen Gemeinde ( kurz KAG) war Gastgeber und stellte seinen Landsitz in Albury, einem kleinen Städtchen nahe London, zur Verfügung.  Viele Männer trafen sich dort um der geistigen Erweckung der Seelen Folge zu leisten und  am 14.07.1835 wurden dann 12 Apostel durch Weissagung ausgesondert. Diese 12 Apostel gründeten die KAG und Albury wurde zum geistigen Zentrum dieser Bewegung. Ein ganzes Jahr lang zogen sich die 12 Apostel mit weiteren prophetischen Gaben auf den Landsitz in Albury zurück, um intensiv die Heilige Schrift zu studieren. Am Ende dieses Jahres verfassten die Mitglieder dieser Zusammenkunft das sog. Testimonium, eine Art geistige Zeugnisschrift. Dieses Testimonium wurde nun der geistlichen und weltlichen Führerschaft der Christenheit vorgelegt. Diese jedoch lehnten das Testimonium ab. Daraufhin bildeten die Verfasser, als Gegenwicht, neue Gemeinden (KAG). 1855 entstand die erste Krise innerhalb der KAG, als 3 Apostel starben. 1863, als diese Krise ihren Höhepunkt erreichte, waren schon insgesamt 7 der 12 Apostel gestorben. Da nun ein Prophet Namens Heinrich Geyer große Sorge um den Fortbestand des Apostelamtes bei der KAG hatte, da die fehlenden Plätze nicht aufgefüllt wurden und die KAG keine Weisung von Gott erhielt, dieses zu tun, rief Heinrich Geyer 2 weitere Apostel aus, die zunächst nicht von der KAG im Amt bestätigt wurden.  Die Namen der 2 Apostel waren C.W.Preuß und F.W. Schwartz  Es kam 1863 in der Hamburger Gemeinde nun unweigerlich zur Abspaltung von der KAG und  die Drei gründeten die Allgemeine christliche apostolische Mission (AcaM) . Inzwischen wurde Heinrich Geyer von seinem Amt in der KAG exkommuniziert. Weitere Apostelberufungen in der AcaM folgten und wurden im schnelleren Takt wieder widerrufen. Der berühmteste Fall scheint mir der Fall von „Apostel“ Rosochacky zu sein, der seine Berufung von Heinrich Geyer sehr bald „als teuflisches Werk“ (Zitat) selbst widerrief. 

 So ging das hin und her und in diesem Wirrwarr ist es richtig schwer den Überblick zu behalten. Es ist mir persönlich völlig unklar, wie aus diesem ganzen Wirrwarr eine Kirche entstehen kann die auf festen Grund gebaut ist. Mir kommt es eher so vor, als ob das Haus der NAK, aufgrund dieser historischen Fakten, eher auf Sand gebaut ist. Aber da soll sich ein Jeder selber seine eigenen Gedanken darüber machen. Als ich dann im Forum „Quo Vadis NAK?“   ein Original – Dokument lesen konnte, wo die Berufung Heinrich Geyers und sein Werdegang noch viel genauer beschrieben wurde, war ich bestürzt, welch ein Durcheinander und welch ein Chaos bei Berufungen von Ämtern, erneuten Widerrufungen und großen Streitdebatten es gab, so dass diese Beschreibung hier nur ein oberflächlichen Überblick bieten kann. Aber jetzt zurück zu Historie: 

Die Gemeindegründungen und das „Werk unter Aposteln“ (so die KAG selbst) endete mit dem Tode des letzten Apostels Francis Valentine Woodhouse im Jahre 1901. 

F.W. Schwartz war der Führungskopf der AcaM . 1895 übernahm Fritz Krebs seine Nachfolge. Er verschlankte die Liturgie und ließ das prophetische Amt „einschlafen“. Fritz Krebs schuf das Stammapostelamt und wurde der erste Stammapostel der nun sich selbst bezeichnenden Neuapostolischen Gemeinde (NG). Als 1905 der zweite Stammapostel Niehaus das Amt von Fritz Krebs übernahm, hatte die NG schon ca. 488 Gemeinden in Deutschland und im Ausland. 1930 ging die offizielle Bezeichnung dieser Kirche von NG auf NK über, also Neuapostolische Kirche. Nach dem Zweiten Weltkrieg erst wurde dann die offizielle Abkürzung NAK eingeführt. Soweit der grobe historische Überblick. 

3.) Das neuapostolische Apostolat und die Überbetonung des Kirchenamtes 

Es wurde nun schon mehrmals erwähnt, dass die NAK im Kern eine Ämterkirche ist, die sich auf das wieder aufgerichtete Apostelamt auf Erden stützt, was durch die zweite Ausgießung des Heiligen Geistes (durch die Erweckungsbewegungen in Schottland und hauptsächlich in England (Albury, siehe Historie)  begründet wird. Das Apostelamt versteht sich außerdem als direkte Fortsetzung der urchristlichen Apostel. Ich bin nach langem Studieren zu der Erkenntnis gekommen, dass dies eine falsche Lehre ist und die Apostel falsche Apostel sind. Meines Erachtens hat hier die Bibel eindeutig eine Fortsetzung des Apostolates nicht vorgesehen. Vielmehr wird von Leitern, Ältesten, Hirten, Priestern und Diakonen gesprochen, aber nicht von Aposteln. Vielmehr glaube ich dem Wort der Bibel, als direkt überliefertes Wort Gottes mehr, als irgendeiner dogmatischen Kirchenlehre. Aber so ganz einfach ist die Sache nicht und ich möchte an dieser Stelle insbesondere den Autoren auf der Website www.nak-info.de für ihre hervorragende Arbeit danken. Am liebsten würde ich den ganzen Artikel rüberkopieren, aber das tue ich wegen evtl. urheberrechtlichen Verletzungen nicht. Stattdessen versuche ich aus dieser hervorragenden Quelle die wichtigsten Informationen selbst herauszuarbeiten: 

Es gibt nun fünf verschiedene Gruppen von Aposteln, die uns die Heilige Schrift lehrt. Diese Einteilung möchte ich nun folgend anführen: 

 

1.) Apostel des Vaters (Hebr. 3.1) : Das ist Jesus Christus!

2.) Apostel JESU CHRISTI: Das sind die ZWÖLF !

     Apostel Paulus gehört zwar nicht zu den Zwölfen (Eph. 2.20), den Aposteln des LAMMES

    (Offb. 21.23), war aber dennoch ein Apostel JESU CHRISTI, weil Er die Voraussetzungen

    bzw. Merkmale eines Apostels erfüllt.

3.)Apostel des HEILIGEN GEISTES. Das sind Ausgesandte vom Heiligen Geist (Apg. 13.4)

    z.B.: Apostel Barnabas (Apg. 14.4)  und ein Anderer: Apostel Silvanus (1.Thes.2.6)

4.)Apostel der Gemeinde (2.Kor.8.23, Phil. 2.25)

5.)falsche Apostel, welche sagen, sie sind Apostel und sind es nicht (Offb. 2.2.2, Kor. 11.13) 

 

Voraussetzungen und Merkmale für die Apostel JESU CHRISTI: 

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1.) UNABDINGBARE VORRAUSSETZUNG, ein Apostel Jesu Christi zu sein, ist die Augenzeugenschaft des Lebens von Jesus Christus und seiner Auferstehung. Apostel Paulus war zwar kein Augenzeuge, kann sich aber auf sein Damaskus-Erlebnis berufen. Ergo: ist die Augenzeugenschaft mit dem Tode der Augenzeugen erloschen!

2.) Jesus Christus muss Ihn selbst in das Apostelamt berufen haben. Nach dem Judas der Iskariot Jesus verraten hatte, wurde Matthias durch die Entscheidung vom Herrn selbst zum Apostel berufen und nicht durch Petrus in das Apostelamt eingesetzt, wie irrtümlicher Weise die NAK behauptet. Gemeinsam haben alle Apostel und die Gemeinde gemeinsam im Gebet verharrt und haben diese Entscheidung durch das Los in die Hände des Herrn gelegt und IHM überlassen (Apg. 1,23-26). Petrus hat also nicht alleine entschieden. ERGO: ist es ein grundsätzlicher Irrtum, eine Rechtfertigung zur Berufung von Apostel Jesu Christi in der heutigen Zeit ableiten zu wollen, wie in der NAK.

3.)Gott selbst musste die Apostel durch Zeichen, Wunder und mächtige Taten bestätigen, wie immer wieder die Heilige Schrift uns das zeigt, durch Heilungen von Kranken, Dämonenaustreibungen u.v.m. wie Jesus selbst. Tun die Apostel der NAK diese Dinge? NEIN!

4.)Außerdem durften die Offenbarungen der Apostel nicht im Widerspruch zum Alten Testament stehen. 

Nun bleibt festzuhalten, dass darüber hinaus die NAK an das wieder aufgerichtete Erlösungswerk glaubt, in Form ihres Apostelamtes. Jesus Christus, als Erlöser der Welt hat am Kreuz das vollgültige Opfer erbracht, damit wir nicht in unseren Sünden sterben müssen. So wie Jesus Christus am Kreuz  schmerzvoll sterben musste und kurz vor dem Übergang zu seinem Vater sagte: „Es ist vollbracht“ ist das Werk des HERRN vollgültig und das Erlösungswerk Gottes, durch die Auferstehung 3 Tage später, vollendet! Wie muss es Gott eigentlich schmerzen, wenn Menschen ein Erlösungswerk  erst aufrichten wollen und zur Vollendung führen möchten, was Gott schon selbst längst vollendet hat? Es ist ein klares und eindeutiges NEIN zu Gottes Erlösungswerk und ein eindeutiges NEIN zum Opfertod Jesus, was hier die NAK mit ihrer Lehre verkündet. Sie entfernt sich außerdem damit von jeder Lehre, die uns in der Heiligen Schrift, insbesondere hier im Neuen Testament, überliefert ist. Es ist sogar festzuhalten: das nach Auffassung der NAK  die Bibel, als das Wort Gottes, an die Generationen vergangener Zeiten verknüpft ist. Das geschriebene Wort der Bibel sei für unsere heutige Zeit nicht mehr zeitgemäß. So behauptete sinngemäß die  interne Zeitschrift für das neuapostolische Amt : die "Wächterstimme" vom 1.10.1956 dass das Wort der Bibel wie "abgestandenes Zisternenwasser" wäre und als "Asche des Gedächtnisses" zu bewerten sei.

Erst unlängst hat der Stammapostel für die hauseigene Zeitschrift „ Unsere Familie“(Ausgabe aus 2009 !!!) eine Stellungnahme zum Thema: „Wie steht die NAK zur Bibel?“  veröffentlicht, in dem eindeutig hervor geht, dass nur Er und seine Apostel  den Auftrag hätten, die Bibel, als das Wort Gottes („abgestandenes Zisternenwasser ?“), auszulegen und Weisungen  von Gott zu erhalten.  

Hier muss auch eindeutig dieses wunderbare Wort aus dem 1. Timotheusbrief, Kapitel 2, Verse 5-6 Erfüllung finden, denn Satan hat es nicht nur in der katholischen Kirche wunderbar verstanden, vom wahren Mittler JESU abzulenken ( Papst, Mutter Maria…) sondern auch in der NAK (Stammapostel und die Apostel). Und wie wir wissen, könnten wir noch viele andere Beispiele aus anderen Religionsgemeinschaften aufzählen. 

Als Fazit können wir also festhalten: die neuapostolischen Apostel sind falsche Apostel, also Apostel der Gruppe 5, da sie keine der 4 Voraussetzungen bzw. Merkmale eines Apostels JESU CHRISTI erfüllen können. Es sind somit falsche Propheten in der heutigen Zeit.

 

4.) Die Botschaft vom ehem. Stammapostel Bischoff und der daraus resultierenden Spaltung der NAK bis hin zum Ausschluss vom Stammapostelhelfer Peter Kuhlen.  :

 

Wir kommen jetzt zu einem besonderen Traumata der NAK:

Johann Friedrich Bischoff war 6 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Stammapostelamt der Neuapostolischen Kirche. In einem Weihnachtsgottesdienst in Giessen, im Jahre 1951, predigte er das erste Mal zu den Gläubigen, dass er eine Verheißung direkt vom Geist und von Jesus selbst erhalten habe, dass er den natürlichen Tod nicht mehr erleben müsse und der Herr Jesus zu seinen Lebzeiten wieder kommen würde und ihn und die ganze neuapostolische Schar in den Himmel mitnehmen würde. Nach ihm würde kein Nachfolger im Stammapostelamt mehr folgen. Diese Verheißung, die später als sog. „Botschaft“ in die Kirchengeschichte der NAK eingehen sollte, wurde als regelrechtes Kirchendogma erhoben. Ämter, die daran nicht glaubten mussten mit Ausschluss  rechnen und Gläubige, die daran einen Zweifel hatten wurden nicht in die Gemeinden aufgenommen und auch nicht versiegelt.

Später dann, als Stammapostel J.F. Bischoff , im Jahre 1960, starb und sich seine Botschaft nicht erfüllte und der Herr Jesus auch nicht zu seinen Lebzeiten wieder kam, wurden die Geschwister, die daran fest glaubten, tief erschüttert. Es kam in der Folge zu einer Abspaltung von der NAK. Die zentrale Rolle dieser Abspaltung von der NAK spielte Peter Kuhlen.

Peter Kuhlen war ein tief gläubiger Mann, der bereits Apostel der NAK im Rheinland war, als er durch eine geheime Abstimmung am 21.05.1948 als designierter Nachfolger vom Stammapostel und als Stammapostelhelfer bestimmt wurde. Die überseeischen Apostel stimmten nachträglich dieser Abstimmung zu und Peter Kuhlen wurde später, in einem Gottesdienst in Bielefeld als evtl. Nachfolger Bischoffs und als deren Helfer feierlich eingesetzt. Es war also nicht so, dass sich Peter Kuhlen selbst in das Amt eines Nachfolgers oder Helfers drängte, obwohl dies, nach dem Kuhlen aus der NAK ausgeschlossen wurde, stets von der NAK-Kirchenführung so behauptet wurde. Ich kann das selbst bezeugen, dass in den 70er Jahren oft vom Altar gepredigt wurde, das Kuhlen selbst sich als Stammapostel-Nachfolger aufgedrängt hätte und er damit den Ausschluss aus der NAK selbst provoziert habe und somit selbst Schuld an der Eskalation trage. Stammapostel Bischoff und seine Botschaft wurden somit lange Zeit völlig „rein gewaschen“, was jetzt noch in die aktuelle Zeit hinein wirkt. 

Aber jetzt Eines nach dem Anderen: 

Wegen dem Intrigenspiel des Sohnes vom Stammapostel J.G. Bischoff, innerhalb der Apostelversammlung, erklärte Kuhlen am 25.11.50 seinen Rücktritt vom Helferamt, verblieb aber im Apostelamt. Im „Quo Vadis NAK? – Forum“ entdeckte ich zu diesem Thema den Original- Brief von Peter Kuhlen an den Stammapostel, wo er um Rücktritt vom Helferamt bat. Beim Lesen dieses Briefes, was als „Akte Kuhlen“ in die Geschichte einging, lief es mir eiskalt den Rücken runter. Amtsmobbing vom Allerfeinsten. Im Gegensatz zur offiziellen Darstellung der NAK fiel mir auf, dass die Wahrheit wohl ganz anders war, als man uns Glauben machen wollte. Peter Kuhlen war eigentlich ein recht tief gläubiger und demütiger Mann und wurde ein Intrigenopfer des gesamten Apostelkollegiums. Es wurde ihm Amtsanmaßung vorgeworfen was durch die vorher gehenden Fakten schon mal gar nicht der Tatsache entsprechen konnte. Dieser Brief wurde fast in einem unterwürfigen Ton und mit viel Liebe und Demut verfasst und Kuhlen stellte sich voll hinter dem amtierenden Stammapostel Bischoff. Bischoff selbst glaubte aber eher seinem Apostelkollegium und gab diesen Intrigen nach. Ihm war zu diesem Zeitpunkt wohl nicht klar, welche treue Seele er da an seiner Seite hatte. Vielmehr war die Reaktion von Bischoff mit cholerischen Wutausbrüchen gekennzeichnet. Dieser Brief hat mich tief erschüttert. 

Als nun im Jahre 1954 die Botschaft Bischoffs mit der Heiligen Versiegelung verknüpft werden sollte, wandte sich Kuhlen mit einem Brief an den Stammapostel gegen dieses Vorhaben. Er und seine rheinischen Amtskollegen Siegfried Dehmel und Ernst Dunkmann forderten die Annahme oder Ablehnung der Botschaft Bischoffs in die freie Entscheidung des Einzelnen zu legen. Die Situation eskalierte daraufhin derart, dass diese 3 Apostel am 23.01.1955 von der NAK exkommuniziert wurden. Mit Ihnen wurden 2 Bischöfe und 10 Älteste ebenfalls ihres Amtes enthoben. Als Verschärfung wurden sie gleichzeitig Alle aus der NAK ausgeschlossen. Tags darauf gründeten die Ausgeschlossenen die Apostolischen Gemeinden (AG). Ihnen folgten ca. 10.000 Mitglieder der NAK. Als sich Peter Kuhlen, als zentrale Figur der AG, auch anderen Ausgeschlossenen intensiv zuwandte, gründete er 1956  die Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG). Während der Amtszeit Peter Kuhlens wurden noch drei weitere Apostel berufen. Die VAG kennt im Gegensatz zur NAK kein Stammapostelamt, aber bis zum Ende Kuhlens Amtszeit behielt er eine gewisse Sonderstellung inne. 

Die heutige Lage ist so, dass die VAG heute noch existiert. Die VAG und die NAK sind heute noch zerstritten. In einer zweiten internationalen Pressekonferenz  der NAK in Uster / Schweiz  am 04.12.2007 hatte es der Stammapostel Dr. Wilhelm Leber nicht geschafft, sich bei der VAG für gemachte Fehler zu entschuldigen. Dies ist ihm erst gelungen beim großen Jugendtag der NAK in Düsseldorf 2009, wo er sich für begangene Fehler bei der VAG entschuldigte. Ob dies letztendlich ein Anfang zur Versöhnung oder gar zum Zusammenschluss beider Gemeinschaften führt, kann nur die Zukunft zeigen. Auf regionalem Gebiet ist dies möglich gewesen, da die AG/Saar eine historisch gewachsene Sonderstellung zur VAG besitzt. Eine interne ökumenische Bestrebung beider Seiten im Saarland wird heute praktiziert, in dem Sinne, dass hauptsächlich die Mitglieder der AG/Saar die Gottesdienste der NAK besuchen. 

 

5.) Das Entschlafenenwesen:

 

Die neuapostolische Kirche praktiziert jeden ersten Sonntag eines neuen Quartals den sog. Entschlafenengottesdienst, in dem versucht wird, Menschen, die bereits verstorben sind, durch Spendung der Wassertaufe, der heiligen Versiegelung und der Sündenvergebung  im Jenseits zu erretten. Dies gilt insbesondere den Seelen, die ganz plötzlich durch Katastrophen oder Unfälle gestorben sind. Auch ungeborenes Leben wird mit dieser Handlung oft in Zusammenhang gebracht. Außerdem versucht die NAK, durch diese Handlungen, die große zeitliche Kluft die zwischen der Urkirche und der "zweiten Ausgießung des Heiligen Geistes" und dem "wieder aufgerichteten Erlösungswerk" (Lehre der NAK) hier auf Erden liegt, zu überbrücken. In diesem großen Zeitraum von ca. 100 n.Chr. bis ca. 1850 n. Chr. wurde nach neuerer Lesart der NAK zwar wohl das Evangelium in Christi verkündet, jedoch war nach Verständnis der NAK für diese imens große Zeitspanne kein Apostelamt notwendig. Dieser neueste Standpunkt der NAK kann man auch auf den offiziellen Seiten der NAK nachlesen. Es bleibt jedoch ein "fader Beigeschmack" übrig: man könnte versucht sein zu denken, das die NAK diese große Zeitspanne als "dürftige Notstandsphase" in Sachen Heil und Erlösung ansieht, weil ja ihr Apostolat noch nicht existierte. Wollen wir hoffen, dass die Kirchenführung das nicht so sieht. Vor ein paar Jahrzehnten vertrat die NAK nämlich noch den Standpunkt, das in dieser großen Zeitspanne überhaupt keine Erlösung, Evangelisation oder Mission, und schon gar keine geistige Errettung statt fand. So ändert sich die Meinung der NAK über ihre eigenen Lehraussagen ständig.

Die berühmtesten „neuen“ Mitglieder der NAK, die in einem Entschlafenengottesdienst als solche in die NAK als Mitglieder eingegliedert worden sind, sind wohl Martin Luther und Johann Sebastian Bach. Diese  Entschlafenen-Praxis entbehrt jeglicher theologischer Basis und ist als Sonderlehre zu verwerfen. Manche bezeichnen dies sogar als Totenkult. Soweit möchte ich persönlich gar nicht gehen, weil ich  die guten Absichten der Gläubigen hier unterstelle, aber diese Praxis ist aus biblischer Sicht nicht nachvollziehbar.

Die Begründung: 

Nach dem Tode eines Menschen ist  eine Grenze überschritten, wo es für den Menschen keine Möglichkeit zur Umkehr mehr gibt.( Gleichnis vom reichen Mann und den armen Lazarus Lukas 16.Kapitel).  

Was ein Mensch zu Lebzeiten  geglaubt und getan hat, entscheidet über Errettung oder Verdammnis (siehe Hebr. 9.27, 2.Kor.5.10 u. Offb 20,11-15).

Denn wir müssen Alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse (2.Kor.10).

Entscheidende Textstellen sind auch Lukas 16,26, wo bei dem Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus von einer großen unüberwindbaren Kluft in den Bereichen der Ewigkeit die Rede ist.  

Also hier ist Praxis der NAK als Irrlehre und unbiblisch entlarvt. 

Oft werden in diesem Zusammenhang von den Geschwistern Träume und Visionen direkt vor den Entschlafenengottesdiensten angebracht. Zu diesen Dingen gibt ebenfalls die Bibel eine klare Antwort in Jeremia 23, Verse 25-28. 

Im 2. Buch der Makkabäer im 12.Kapitel, Verse 39-46 steht ein eventueller Hinweis für die angebliche Richtigkeit des NAK-Entschlafenenwesens, Hier muss aber eindeutig darauf hingewiesen werden, das dieses Buch nicht zum Kanon der Bibel gehört und es sich um ein sog. apokryphisches Buch handelt, wo Autor, Ursprung und Niederschrift inhaltlich und zeitlich ungeklärt ist. Hierbei ist es unerheblich, ob man darüber streiten möchte, ob die Bücher der Makkabäer auch Pseudepigraphen sind oder nicht. Hierüber streiten die Gelehrten, weil wohl zumindest das 2. Buch der Makkabäer auch in der Septuaginta steht. Unabhängig von dieser Tatsache und dem Streit der Theologen darüber, bleibt jedoch auf jeden Fall festzuhalten, das es sich um apogryphische Bücher handelt und sie nicht zum Kanon der Bibel gehören. Außerdem ist hier der Erzähler Jason von Kyrene in der ganzen Bibel keine Figur von Bedeutung, so daß hier wirklich der Ursprung, die Herkunft und der Autor der beiden Bücher der Makkabäer als sehr fragwürdig erscheinen, so daß die Entscheidung der Kirchenväter, diese Bücher nicht im Kanon der Bibel aufzunehmen mehr als richtig war und das nicht nur aus dem protestantischen Gesichtspunkt heraus. Außerdem geht es in diesem Kapitel darum, wie letztendlich entdeckt wurde, dass nachträglich offenbar wurde, was für Sünden die Erschlagenen begangen hatten, an optisch offenbar werdenden Götzenkleinodien, die man bei den Toten in den Gräbern fand, und dies Alles aus der Sicht Judas. Daraus eine Rechenschaft ableiten zu wollen, tote Seelen durch Gebet die Sündenvergebung zusprechen zu können ist mehr als fragwürdig, denn die Quelle bedeutet, das eigene Gedankengebäude auf Sand gebaut zu haben. Was mich allerdings noch mehr überrascht, ist die aktuelle Begründung aus: 1.Petrus 3, 19-20. Diese Begründung scheint wohl die alte aus dem 2. Buch der Makkabäer 12, 39-46 abzulösen. Ist natürlich ein kluger Schachzug der NAK, eine Begründung aus der Heiligen Schrift anzuführen, als aus einem apokryphischen Buch. Jedoch wird hier der Vers im Petrusbrief wieder völlig fehlinterpretiert.  Die NAK will nun hier bestimmt Petrus als das "Felsenamt" diese Autorität zusprechen. Der Bibelvers lautet jedoch ganz anders. Und vom Petrusamt ist es dann nur noch ein kleiner Erklärungsschritt zum Stammapostelamt der NAK.

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6.) Der Mythos vom 4. Buch Esra :

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Das vierte Buch Esra wurde und wird von der NAK als besonders hinweisend auf eine „neue apostolische Kirche“ angesehen und bewertet. Man versucht dadurch, die Legitimation der NAK ableiten zu können. Außerdem wurde immer wieder daraufhin gewiesen, dass die römisch katholische Kirche und auch die Evangelischen Landeskirchen das 4.Buch Esra absichtlich „unterdrücken“ wollen. 

Auf jeden Fall wird hier Nichts „unterdrückt“, denn zum einen wurde das 4.Buch Esra von der gesamten Christenheit noch nie im Kanon der Bibel aufgenommen und gehört damit zu den apogryphischen Büchern. Zum anderen ist dieses Buch ein sog. Pseudepigraph, dies bedeutet, dass es allgemeinen verworfen wurde (siehe oben) und dass es vor allen Dingen unecht und mit falschen Angaben nur so gespickt ist. Verfasser und Schreiber sind zeitlich völlig unklar, obwohl diesem Buch der Name des Propheten Esra gegeben worden ist. Luther wollte dieses Buch sogar in die Elbe werfen. Er meinte, es wäre ein Buch mit unnützen Possen. Da nun die historische Quelle völlig unklar ist und der Inhalt als theologisch äußerst fragwürdig erscheint, ist die Frage nach einer „Unterdrückung“ des Buches ad absurdum gestellt.  Dazu gesellt sich dann wirklich eine Posse, in dem die, von der NAK angegebene Wortstelle, wo der Hinweis auf eine „neue apostolische Kirche“ zu finden ist, in der sogar später zugefügten  Inhaltsangabe zum 2.Kapitel des 4.Buch Esra´s steht, also noch nicht einmal in dem Kapitel selbst. 

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7.) historisch belegtes Verhalten der NAK während Nazideutschlands und des SED- Regimes :

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Das Verhalten fast aller großen Konfessionen während des Nazi-Regimes ist eine von großem Versagen gekennzeichnete Zeit, die uns sicherlich Alle erschüttert und traurig stimmt, wie viel Mitschuld sich die einzelnen Kirchenführer und Gläubigen auf sich geladen haben. So auch in der NAK. Im Forum „Quo Vadis NAK?“ war eine Kopie eines Cover - Abdruckes von einer Ausgabe aus dem Jahre 1936 der hauseigenen Zeitschrift „Unsere Familie“ zu finden. Auf diesem Cover war, das ganze Blatt füllend, der „Führer“ in einem Portrait abgebildet. Ich war sprachlos! Auch die Inhalte manches Artikels kann nur großes Entsetzen hervorrufen! Kein einziges Wort von Widerstand, komplett „Führer“ - ergebene Texte,  gepredigt und freigegeben vom damaligen Stammapostel J.G.Bischoff. Hier scheint mir wirklich das Verhalten der Zeugen Jehova´s „vorbildlicher“ zu sein. Sie standen teilweise zu ihrer Einstellung  und ließen sich zu tausenden in den KZ´s der Nazi´s vergasen. Ich halte absolut Nichts von der Sekte der Zeugen Jehova´s, aber sie sind wenigstens für ihren Gauben eingestanden, auch wenn sie den Tod in Kauf nehmen mussten. Mir fällt gerade das Beispiel ein, wo die Christen, unter dem römischen Kaiser Nero, verfolgt wurden, und für das brennende Rom zu Unrecht beschuldigt wurden und dann ihren Glauben mit dem Leben bezahlen mussten.   

So auch das Verhalten der NAK während des SED-Regimes. Sämtliche Apostel der ehem. DDR waren Mitglieder der SED und bei der Staatssicherheit  informelle Mitarbeiter. Dies geht eindeutig aus Original-Dokumenten der Birthle-Behörde hervor. 

Egal, ob „Hitler“-Deutschland oder ehem. DDR-Terror: Die NAK „schwamm“ nie gegen den Strom und „heulte“ stets mit den „Wölfen“ mit, um ja ihren Fortbestand und ihre Konformität zu der jeweiligen Diktatur zu bewahren. 

Die NAK hat es bis heute noch nicht geschafft hat, sich in aller Öffentlichkeit für ihr Verhalten während der beiden schlimmsten politischen Zeiten in Deutschland zu entschuldigen. Andere Kirchen bedauern ihr Verhalten und haben tiefe Reue öffentlich gemacht und ihre große Mitschuld bekundet und um Verzeihung gebeten. Warum ist das so schwer für die NAK? 

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8.) Ausblick:

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Die neuapostolische Kirche wird eine Amtskirche bleiben, wo das Apostelamt stark im Zentrum der Lehre steht. Dies wurde in den beiden Informationsabenden in 2006 und 2007 in Uster / Schweiz sowie in einem Gottesdienst des Stammapostels in Osnabrück (Nov. 2006) noch mal regelrecht „zementiert“. Der Streit der NAK mit der VAG wird auch in Zukunft die Kritiker und Aussteiger noch lange beschäftigen.  Die eigentliche Dogmatik und Kirchenlehre wird in der heutigen Zeit äußerst geschickt hinter dem Bemühen, eine sog. „Wohlfühlkirche“ zu propagieren bzw. zu installieren, verschleiert. Deshalb ist die NAK noch gefährlicher für die einzelne Seele geworden! Die Aussage der Kirche, in der Eschatologie, bleibt ebenfalls die Gleiche, so dass bei der NAK weiterhin von einer Endzeitkirche gesprochen werden kann. Die Geschichtsaufarbeitung der NAK, kann spätestens nach Uster II im Dezember 2007 als Desaster betrachtet werden. Weder war eine Entschuldigung zur sog. Botschaft Bischoff´s zu hören noch eine Entschuldigung für das Verhalten während der NS-Diktatur. Die Geschichtsaufarbeitung wurde zeitlich auf 1938-1955 begrenzt (Stammapostel Bischoff ist jedoch 1960 gestorben / Abspaltung zur VAG) und war von der Qualität mangelhaft. Augenzeugenberichten zufolge rannten Geschwister tränenüberströmt aus den Übertragungsorten und sogar der ehemalige (in Ruhe)  Bezirksapostel Engelauf (seinerzeit zuständig für ganz NRW) soll aus einer Kirche, während der Übertragung dieser Informationsveranstaltung , heraus gegangen sein. Die NAK versteht sich heute, für den einzelnen neuapostolischen Christen, als „Wohlfühlkirche.“ Kann dies der Wille von Gott sein? Dies mögen Sie sich selbst, liebe Leser, beantworten. 

Zum Thema NAK – Hermeneutik (das ist die Lehre von der Bibelauslegung) gibt es Hochaktuelles zu berichten: 

Stammapostel Dr. Wilhelm Leber ließ unlängst, in der hauseigenen Zeitschrift „Unsere Familie“ (eine Ausgabe in 2009) zum Thema: „Wie verstehen wir die Bibel?“ verlautbaren: „Das nur ER und seine APOSTEL das RECHT hätten, die Bibel auszulegen und Weisungen von Gott zu erhalten.“  

Damit sind wohl in naher Zukunft alle Kritiker, Reformer von Innen und Außen  und Kirchen-Aussteiger eines Besseren belehrt worden. Eine ökumenische Zukunft der NAK und eine eventuelle Voll- Mitgliedschaft innerhalb des ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) erscheint vor diesem Hintergrund (wenn man mal von extrem regional begrenzten Ausnahmen in Sachen Ökumene (z.B. AG/Saar und der ACK in Aschaffenburg sowie Hannover Mitte absieht) äußerst schwierig zu werden. 

Da dies ja nun meine Recherche ist, möchte ich an dieser Stelle bemerken, dass ich mich in keiner „Wohlfühlkirche“ bewegen möchte, in der man die wahre Lehre „verschleiert“. Ich möchte vielmehr dem wahren Leibe Christi, in Form der Ortsgemeinde teilhaftig werden. Somit kann die NAK nicht mehr "meine" Kirche sein.

 

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Buchtip:

"Die Neuapostolische Kirche im Lichte der Heiligen Schrift"

Ein Buch von Tobias Mai im Christlichen Mediendienst Hünfeld GmbH (CMD) erschienen. Das Buch ist wieder sofort lieferbar (Euro 12,50), man kann es aber auch als pdf-Datei auf der Seite des Verlages downloaden. Keine einfache Lektüre, aber sehr zu empfehlen für die Interessierten, die tiefer in die Materie eindringen wollen. Sehr aufwendig recherchiert, professionelle Arbeit und für Jeden, der sich wirklich informieren will ein Muss ! Siehe auch in der Linkliste nach !

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Jahreslosung 2012:

Jesus Christus spricht:
Meine Kraft
ist in den
Schwachen
mächtig.

2. Korinther 12,9

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